Krankenkassenbeitrag

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse

Für die Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse liegt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens (Stand 01.01.2019).  Bei höheren Bruttoeinkommen, die die Beitragsbemessungsgrenze übersteigen, muss für den übersteigenden Betrag kein Krankenkassenbeitrag gezahlt werden. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2019 bei 54.450 EUR (jährlich), das entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4.537,50 EUR.

Da die Grundbeiträge nicht die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen decken, müssen die meisten Versicherten die Finanzierungslücken durch einen Zusatzbeitrag ausgleichen. Für 2019 beträgt der Zusatzbeitrag durchschnittlich 0,90 %.

So haben zum Beispiel die größten Ersatzkassen den Zusatzbeitrag für 2019 wie folgt festgelegt:

  • Barmer GEK: 1,10 Prozent
  • DAK-Gesundheit: 1,50 Prozent
  • Techniker Krankenkasse: 0,70 Prozent
  • Knappschaft      1,10 Prozent

Auch bei den  Allgemeinen Ortskrankenkassen sind Zusatzbeiträge für 2018 so festgelegt worden:

  • AOK Sachsen-Anhalt 0,30 Prozent
  • AOK Plus 0,60 Prozent
  • AOK Niedersachsen, Bremen/Bremerhaven 0,80 Prozent
  • AOK Nordost und NordWest verlangt 0,90 Prozent
  • AOK Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz/Saarland 0,90 Prozent.
  • AOk Bayen 1,10 Prozent
  • AOK Rheinland/Hamburg 1,10 Prozent

Der GKV-Spitzenverband hält eine ständig aktualisierte Liste aller gesetzlichen Krankenkassen und ihrer Zusatzbeiträge auf seiner Homepage https://www.gkv-spitzenverband.de bereit.

 

Der ermäßigte Beitragssatz

Neben dem regulären Beitragssatz, der auch den Anspruch auf Krankentagegeld mit abdeckt, existiert auch ein ermäßigter Beitragssatz in Höhe von 14,0 Prozent. Dieser kann beispielsweise von Selbstständigen gewählt werden, die auf das Krankentagegeld verzichten. Aber auch Hausfrauen/Hausmänner, Erwerbslose und Studenten können den ermäßigten Beitragssatz in Anspruch nehmen. Freiwillig versicherte Rentner zahlen den ermäßigten Beitragssatz für Einkünfte aus Vermietung oder Kapitalvermögen.

 

Familienversicherung

Der Beitrag zur Krankenversicherung schließt im Rahmen der Familienversicherung auch den nicht erwerbstätigen Ehepartner und die Kinder mit ein. Kinder sind grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei mitversichert, sind sie nicht erwerbstätig, verschiebt sich die Altersgrenze auf die Vollendung des 23. Lebensjahres. Studenten sowie Kinder, die einen Freiwilligendienst, eine Schul- oder Berufsausbildung absolvieren, sind bis zur Vollendung des 25. familienversichert. 

 

Studenten

Wenn Studenten nicht mehr unter die Familienversicherung fallen, gilt für sie bis zum Ende des 14. Fachsemesters oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres der Studententarif. Er beträgt 66,33 Euro und erhöht sich um den jeweiligen Zusatztarif sowie die Pflegeversicherung (mit Kind 16,55 Euro / ohne Kind 18,17 Euro).

Wer länger studiert oder/und älter als 30 Jahre ist, hat die Wahl zwischen einer privaten oder freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung zu einem erhöhten Tarif.  Die Überleitung vom Studenten- in den sog. Examens- oder Absolvententarif erfolgt automatisch, wenn vorher bereits eine gesetzliche Krankenversicherung bestanden hat. In dieser besonderen Versicherungsvariante wird der Beitrag einkommensabhängig berechnet. Es wird dabei immer von Bruttoeinkünften in Höhe von monatlich 991,67 Euro ausgegangen, die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei monatlich 4.425,00 Euro. Hier lohnt sich ein Beitrags- und Leistungsvergleich zwischen den privaten und gesetzlichen Anbietern. Die getroffene Entscheidung muss bis zum Ende des Studiums beibehalten werden.

Weitere Vorteile für Studenten:

  1. Kinder und Ehepartner sind mitversichert.
  2. Der Ehepartner eines verheirateten Studenten kann den Studententarif nutzen, sofern er nicht selbst versicherungspflichtig ist.
  3. Studenten, die über ihre Eltern privat krankenversichert sind, können diesen Versicherungsschutz beibehalten, wenn sie sich von der Versicherungspflicht für Studenten befreien lassen.

 

Beiträge für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenkasse

Der Beitrag für Selbstständige wird auf der Basis des Vorjahreseinkommens ermittelt. Dazu muss die Kopie des Steuerbescheides vorgelegt werden.

Auch Selbstständige zahlen einen Beitragssatz von 14,60 % zuzüglich des ggf. erhobenen Zusatzbeitrags. Sofern sie auf die Zahlung von Krankengeld verzichten, reduziert sich der Beitragssatz auf 14,00 %. Für sie gelten dieselben Beitragsbemessungsgrenzen wie für gesetzlich Versicherte. Das monatliche Bruttogehalt, das mindestens zugrunde gelegt wird, beträgt 2.283,50 Euro; bei Existenzgründern, die entweder Einstiegsgeld oder einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit erhalten, wird von Mindesteinkünften in Höhe von 1.522,50 Euro ausgegangen.