Krankenkassenwechsel

Gesetzliche Krankenkasse

„Die sind doch alle gleich“ – so oder so ähnlich lauten die Aussagen vieler Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds und des einheitlichen Beitrags fallen die Unterschiede auf den ersten Blick unter den Tisch. Der Wettbewerb unter den Ersatzkassen schien aufgehoben.

Wechselten die Versicherten in früheren Jahren schon kaum die Krankenversicherung, so schien mit der Beitragsnivellierung der letzte Grund für eine Veränderung weggefallen zu sein. Eine Gegenüberstellung der Leistungen zeigt jedoch, dass immer noch Unterschiede bestehen. Auch wenn die Abweichungen zwischen den Anbietern maximal fünf Prozentpunkte betragen, kann ein Wechsel durchaus lohnenswert sein. Dies bezieht sich nicht nur auf subventionierte Präventivmaßnahmen, sondern auch auf die Beitragshöhe. Indirekt können auch Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Beiträge individueller gestalten. In das Tarifgefüge der gesetzlichen Krankenversicherungen kam Bewegung. Selbstbeteiligungen als Mittel zur Beitragssenkung haben sich ebenso etabliert wie Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit.

 

Wechsel der Krankenkasse

Bei einem Wechsel der Krankenversicherung denken die meisten Versicherten an einen Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung (PKV). Dieser Wechsel ist für Arbeitnehmer nur möglich, wenn sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAG) überschritten haben. Sowohl die JAG als auch die Beitragsbemessungsgrenze werden jedes Jahr von der Bundesregierung neu festgelegt. Selbstständige und Beamte haben jederzeit die Wahl, aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Vor dem Hintergrund der Beitragskalkulation muss dieser Schritt jedoch sehr gut überlegt sein. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitrag abhängig vom Einkommen berechnet wird und Ehepartner ohne Einkommen und Kinder in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert sind, werden in der PKV die Beiträge für jede Person einzeln berechnet. Berechnungsgrundlagen sind Eintrittsalter und gewählte Leistungen.